Was ist Schröpfen?

Beim Schröpfen (auch „Hijama“ genannt) handelt es sich um eine jahrtausendealte Heilmethode, die ursprünglich aus China stammt. Dabei werden sogenannte Schröpfgläser auf die Haut gesetzt, welche vorher erhitzt wurden. Die Gläser kühlen ab und es entsteht ein Unterdruck, wodurch die entsprechende Hautstelle angesaugt wird. Das Schröpfen entfaltet seine Wirkung auch in Ihren Organen. Man unterscheidet zwischen drei Varianten: Dem trockenen Schröpfen, dem blutigen Schröpfen und der Schröpfkopfmassage.


Mehr über Schröpfmethoden


Was bewirkt Schröpfen?

Die Schröpfen-Methode hat viele gesundheitliche Vorteile, welche in den nachfolgenden Zeilen näher erläutert werden. Das Schröpfen wird zur Therapie verschiedenste Beschwerden eingesetzt. Darunter zählen unter anderem:

Beim Schröpfen gibt es verschiedene Punkte, an denen der Glaskopf angesetzt wird. Dies ist davon abhängig, welche Beschwerden sie mit dem Schröpfen behandeln möchten. Damit sie beim Schröpfen die richtigen Körperstellen treffen, haben wir hier eine kleine Übersicht erstellt.

Kann man Schröpfen selbst lernen?

Schröpfen selber machen? Kein Problem! Grundsätzlich kann man das Schröpfen leicht lernen. Jedoch gibt es – insbesondere beim Schröpfen mit Feuer oder beim blutigen Schröpfen – einiges zu beachten. Vor allem bei der letzteren Variante besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko, wenn sie sich nicht an die erforderlichen Hygienemaßnahmen halten. Deshalb gilt: Desinfizieren Sie vor dem Gebrauch unbedingt:

  • die Schröpfgläser, die Sie verwenden möchten
  • die Klinge, mit der Sie Ihre Haut zum blutigen Schröpfen einritzen
  • die entsprechende Hauptstelle selbst (vorher und nachher)

Wenn Sie das Schröpfen am Rücken durchführen möchten, kommen sie nicht drum herum, eine zweite Person zur Hilfe zunehmen. Bestenfalls gehen Sie zu einem geeigneten Therapeuten. Doch wenn Sie das Schröpfen z.B. am Gesicht, Nacken, Arm, Schulter oder Bein durchführen möchten, können Sie es allein machen. Ein großer Vorteil, wenn Sie selber schröpfen: Sie sparen viel Geld und können es jederzeit machen, wann Sie möchten.

Wo kann man sich schröpfen lassen?

Haben Sie keine Zeit, sich selber zu schröpfen? Es gibt viele Praxen von Heilpraktikern und Physiotherapeuten, die dies anbieten. Wie viel das Schröpfen für sie kosten soll, hängt von Ihnen selbst ab – denn die meisten Therapeuten bieten unterschiedliche Behandlungsformen an. Meistens belaufen sich die Behandlungskosten zwischen 40 und 100 Euro.

Hat Schröpfen Nebenwirkungen?

Ja, tatsächlich hat das Schröpfen einige Nebenwirkungen, die jedoch keine Gefahr darstellen. Nach der Behandlung sind die geschröpften Hautbereiche relativ empfindlich. Zudem bilden sich dort Blutergüsse bzw. blaue Flecken. Diese Flecken sind an manchen Stellen mehr, an manchen Stellen weniger dunkel. Diese bleiben einige Tage sichtbar und verblassen mit der Zeit. Außerdem besteht beim blutigen Schröpfen, wie oben bereits erwähnt, ein Infektionsrisiko. Dieses kann jedoch signifikant minimiert werden, indem die erforderlichen Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Für wen ist Schröpfen gefährlich?

Personen, die unter schweren Herzerkrankungen leiden, sollten auf keinen Fall schröpfen. Auch bei erhöhter Blutungsneigung sollte man es unterlassen. Bei akuten Verletzungen oder Entzündungen an der Haut sowie allergischen Veränderungen wird ebenfalls davon abgeraten, zu schröpfen.

Wird Schröpfen von der Krankenkasse bezahlt?

Viele Leute stellen sich berechtigterweise die Frage, ob das Schröpfen beim Heilpraktiker bzw Physiotherapeuten von der Krankenkasse übernommen wird. Leider ist dies nicht der Fall. Damit verhält es sich ähnlich wie bei vielen anderen Naturheilverfahren. Ausnahme bilden jedoch manche private Versicherungen.